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Fachabitur

Das deutsche Bildungssystem bietet viele Möglichkeiten, den Grundstein für ein beruflich erfolgreiches Leben zu legen – einer dieser Grundsteine ist das Fachabitur. Doch wie unterscheidet sich das Fachabitur vom “normalen” Abitur, also der Allgemeinen Hochschulreife?

Fachabitur

Der Begriff Fachabitur steht umgangssprachlich für zwei verschiedene Schulabschlüsse.

Fachgebundene Hochschulreife vs. Fachhochschulreife

Der Begriff Fachabitur steht umgangssprachlich für zwei verschiedene Schulabschlüsse. Einmal bezeichnet er die fachgebundene Hochschulreife, die das Studium bestimmter Fächer zulässt und mit nur einer Fremdsprache auskommt. Dieser Abschluss ermöglicht das Studium bestimmter Studiengänge, nämlich jener, die im Zeugnis aufgeführt sind. Doch häufiger wird der Begriff Fachabitur als Synonym für die Fachhochschulreife benutzt. Die Fachhochschulreife berechtigt grundsätzlich zum Studium an jeder Fachhochschule. Diese bieten in Deutschland häufig anwendungsorientierte technische Studiengänge, aber auch der gestalterische und der soziale Zweig kommt nicht zu kurz. Die Auswahl erstreckt sich generell über:

  • Naturwissenschaften
  • Ingenieurswissenschaften
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Sozialwissenschaften
  • Rechtswissenschaften
  • Technik
  • Gestaltung

Meist studieren Fachabiturienten also an Fachhochschulen, wo sie grundsätzlich alle Studiengänge belegen können, aber es gibt auch entsprechende Fächer an anderen Hochschulen. Da die Möglichkeiten sehr vielfältig sind und sich die Regeln nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern sich auch von Hochschule zu Hochschule unterscheiden, ist es am sinnvollsten die Zugangsmöglichkeiten an den jeweiligen Studieninformationsstellen zu erfragen.

Es gibt viele verschiedene Wege, die zum Fachabitur führen: berufliche Schulen wie Fachoberschulen, Berufsoberschulen und Berufskollegs bieten das Fachabitur ebenso wie der zweite Bildungsweg und weitere Bildungsangebote. Dazu zählen zum Beispiel Telekolleg, Fern- und Privatschulen und auch die Volkshochschule.

Wissenschaft und Praxis

Das Besondere am Fachabitur ist die Unterteilung der Ausbildung in einen schulischen und einen praktischen Teil. Diese Praxiserfahrung wird meist durch ein sechs- bis zwölfmonatiges Berufspraktikums gesammelt. Daher sind Absolventen mit Fachabitur in der Regel gut auf ihr Studium und den Arbeitsmarkt vorbereitet. Dazu zählt heutzutage auch, für die globale Arbeitswelt gerüstet zu sein. Immer mehr deutsche Hochschulen bieten internationale Studiengänge, meist in englischer Sprache, an. Daher ist es sinnvoll, seine englischen Sprachkenntnisse möglichst gut aufzupolieren, zum Beispiel in einem Telekolleg Englisch.

Später im Berufsleben ist die Praxisbezogenheit der Studiengänge einer Fachhochschule ein großes Plus. Nach dem Erlangen eines akademischen Grades, im Zuge des Bologna-Prozesses meist Bachelor und/oder Master, ergreifen die Absolventen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt: sie können durch die praxisnahe Ausbildung oft ohne längeren Einarbeitungsprozess in Unternehmen eingesetzt werden und bringen einen realistischen Bezug zur Arbeitswelt mit. Das macht das Fachabitur zu einer interessanten und praktischen Alternative zum Abitur.